Kleines Portrait über den zauberhaften Fingerhut (Digitalis purpurea)

Kleines Portrait über den zauberhaften Fingerhut (Digitalis purpurea)

Dort wo sie wächst, sollen elfenartige Naturwesen sein. Sie wird auch Waldglöckchen genannt, das passt schön zu ihr, da sie sehr gerne an Waldlichtungen wächst. Wir möchten gerne wissen, wo diese zwei kleinen hübschen Raumfahrer in der Blüte auf der Grußkarte Fingerhut herkommen und hoffen, ihnen durch das Portrait näher auf die Spur zu kommen. 

Anbau: Vorab: Die Pflanze ist giftig. Wer ganz kleine Kinder hat, sollte auf den Anbau verzichten. Wir haben Fingerhüte seit Jahren im Garten und sehr oft berührt und es nichts passiert. Aber kleine Kinder schieben sich gerne auch mal was in den Mund, was hier wirklich fatale Folgen haben kann. 

Der Fingerhut ist eine 2-jährige Pflanze. Für den Einstieg kann man sich eine Pflanze kaufen und versamen lassen. Um den Fingerhut anzusäen, ist von Juni bis jetzt der richtige Zeitpunkt. Die kleinen Nachkömmlinge wachsen noch in diesem Jahr und blühen dann im nächsten oder übernächsten Jahr.

Wer sie an einem bestimmten Platz haben möchte, kann die kleinen Pflanzen im Spätsommer versetzen. 

Hat man sie einmal im Garten etabliert und es gefällt dem Fingerhut, dann versamt er sich immer wieder von selbst. Wir lassen etwa die Hälfte der Blütenkerzen zum Versamen bis zum Frühjahr stehen. Die anderen schneiden wir gleich nach dem Verblühen zurück, dann blüht sie evtl. noch einmal im nächsten Jahr. 

Standorte: Sie lieben halbschattige Plätze und sehen besonders gut vor einem grünen Hintergrund aus. Gibt dem Garten eine naturnahe und märchenhafte Stimmung. 

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 Fingerhüte werden ca. 150 cm hoch. Sie blühen in allen Rosatönen, in Creme und Gelb. 

Tipp: Sehen auch in der Vase entzückend aus! 

Gesundheit: Wie so oft, liegen hier die Gegensätze nah beinander: Sie ist Heilpflanze und hochgifitg zugleich. In der Medizin werden nachgebaute chemische Auszüge für Herzprobleme verschrieben. Entdeckt hat die Heilkraft William Withering (1741-1799) – danach galt der Fingerhut als eine Wunderarznei für das Herz und wurde richtig erfolgreich in der Pharmaziegeschichte.

In der Homöopathie wird Digitalis hauptsächlich bei Herzschwäche, Migräne und Schlaflosigkeit verwendet. Meistens in D6 bis D12. Bis D3 ist Digitalis verschreibungspflichtig!  

Ende des Portraits. Aber wissen wir jetzt mehr über die Raumfahrer in den Blüten? Sie tragen Sonnenbrillen und fliegen von oben nach unten – sie landen und: Verzaubern uns auf alle Fälle, grüßen zum Geburtstag, zur Geburt (für die, die Raumfahrer/innen bekommen) oder sehen einfach auch schön gerahmt aus !

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